Vermarktungskonzepte für Produkte von gefährdeten Nutztierrassen

Forschungsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), gefördert von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

www.bundesprogramm-oekolandbau

 

Logo des Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz

 

Projektlaufzeit

·        Juli 2016 – Juni 2019

 

Projektleitung

  • Antje Feldmann, M.Sc., GEH-Geschäftsführerin

 

Kooperation mit

·     Universität Kassel, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, Fachgebiet Agrar-und Lebensmittelmarketing, Prof. Dr. Ulrich Hamm
Steinstr. 19, 37213 Witzenhausen, Sekretariat: +49 5542 98-1284, E-Mail: a.doering@uni-kassel.de, www.uni-kassel.de/fb11agrar/

Zusammenfassung

Erfolgreiche Vermarkungskonzepte für gefährdete Nutztierrassen können dazu beitragen, dass es sich für einzelne Landwirte wieder lohnt, alte Rassen zu halten. Die GEH verfolgt seit Jahren den Slogan - „Erhalten durch Nutzen – Erhalten durch Aufessen“. So kann langfristig das Überleben gefährdeter Nutztierrassen gesichert und dafür Sorge getragen werden, dass die Artenvielfalt von Nutztierrassen (und damit auch deren Genpool) erhalten bleibt.

Ziel des Projektvorhabens ist es herauszufinden, ob die Konsumenten bereit sind, einen Premiumpreis für Produkte von gefährdeten Nutztierrassen zu bezahlen und wenn ja, in welcher Höhe dieser Premiumpreis anzusetzen ist. Hierfür werden Preistests im allgemeinen Lebensmitteleinzelhandel, in Fleischereien und/oder im Naturkosteinzelhandel durchgeführt. Ferner sollen in diesem Projekt Vermarktungskonzepte erarbeitet werden, die sowohl dem Tierhaltern als auch dem Handel helfen, Produkte von gefährdeten Nutztierrassen zu erzeugen und anzubieten.

Das Projekt, das in Kooperation mit der Universität Kassel Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, Fachgebiet Agrar-und Lebensmittelmarketing umgesetzt wird, erarbeitet nach einer bundesweiten Recherche bezüglich bereits existierender Vermarktungskonzepte eine Auswahl geeigneter Kommunikationsmaßnahmen, die Konsumenten im Geschäft informieren und zum Kauf anreizen sollen. Hierzu ist es notwendig, interessierte Halterinnen und Halter von gefährdeten Nutztierrassen in einem Netzwerk zusammen zu bringen, entsprechende Verkaufstätten wie Metzgereien und den Lebensmitteleinzelhandel auf diese besonderen Produkte aufmerksam zu machen und diese schließlich in der Ladentheke anzubieten. Zu den Produkten werden verschiedene Informationsmaterialen wie Flyer, Fotoabfolgen etc. erstellt, um das Interesse der Kunden zu erreichen. Die ausgewählten Fleischprodukte werden über einen bestimmten Zeitraum mit variierenden Preisen im Handel vorgestellt und getestet. Die Ergebnisse der Preistests werden unter Einsatz multivariater Auswertungsmethoden analysiert. Aus den Ergebnissen werden Schlussfolgerungen abgeleitet, wie Landwirte und Handel Produkte von gefährdeten Nutztierrassen erfolgreich verkaufen können. 

 


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